Hashimoto-Thyreoiditis
Kurz gesagt: Hashimoto führt oft zu einer Schilddrüsenunterfunktion, lässt sich aber mit Hormonersatz und Kontrollen gut behandeln.
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Das Immunsystem greift dabei irrtümlich Schilddrüsengewebe an, wodurch es allmählich geschädigt wird. Häufige Folge ist eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose).
Typische Symptome:
- Müdigkeit, Antriebslosigkeit
- Gewichtszunahme trotz unverändertem Essen
- Kälteempfindlichkeit
- Trockene Haut, brüchige Haare, Haarausfall
- Verstopfung
- Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmung
- Heiserkeit, Druckgefühl am Hals (vergrößerte Schilddrüse möglich)
Ursachen und Risikofaktoren:
- Autoimmunreaktion (genetische Veranlagung spielt eine Rolle)
- Häufiger bei Frauen als bei Männern
- Kann mit anderen Autoimmunerkrankungen zusammen auftreten
Diagnose:
- Blutwerte: TSH erhöht, freies T4/T3 oft erniedrigt (je nach Stadium)
- Antikörper: Anti-TPO (TPO-AK) und oft Anti-TG (Tg-AK) erhöht
- Ultraschall: entzündlich verändertes, oft „echoarmes“ Schilddrüsengewebe
Therapie:
- Schilddrüsenhormon (Levothyroxin) zur Behandlung der Unterfunktion
- Regelmäßige Kontrolle der Blutwerte und Dosisanpassung
- Symptomorientierte Maßnahmen (z. B. bei Müdigkeit, Hautproblemen)
Lebensstil-Hinweise:
- Ausgewogene, jod- und selenbewusste Ernährung; Selen kann in manchen Fällen die Antikörperwerte reduzieren
- Ausreichend Schlaf, Stressreduktion
- Bei Verdacht auf Eisen-, Vitamin D– oder B12-Mangel diese prüfen lassen
