Apoptose

Die Apoptose ist eine Form des programmierten Zelltods, der von der betreffenden Zelle selbst aktiv durchgeführt wird. Sie ist Teil des Stoffwechsels der Zelle. Im übertragenen Sinn tötet die Zelle sich selbst, wenn sie nicht repariert werden kann und etwas mit ihr nicht in Ordnung ist. Das bedeutet, die Zelle opfert sich selbst zum Wohl des Organismus, damit sich z.B. Krankheiten nicht weiter ausbreiten können. Die Apoptose ist sozusagen ein „Suizidprogramm“ biologischer Zellen.

Dieses kann von außen angeregt werden (z.B. durch Immunzellen), oder aufgrund von zellinternen Prozessen ausgelöst werden (z.B. nach starker Schädigung der Erbinformation). Dadurch unterliegt diese Form des Zelltods einer strengen Kontrolle und es wird gewährleistet, dass kein Nachbargewebe geschädigt wird. 

Bei der Apoptose setzt ein Schrumpfen der Zelle ein und ein Abbau der DNA (Erbgut) findet statt. Es werden 3 Mechanismen der Apoptose unterschieden:

  1. Apoptose durch externe Signale (Typ I, extrinsische Apoptose). Auslöser sind z.B. Röntgenstrahlen und Zytotoxine (Zellgifte wie Koffein und Nikotin)
  2. Apoptose durch interne Signale (Typ II, intrinsische Apoptose). Auslöser können DNA-Schäden, osmotischer Stress oder Wachstumsfaktor-Entzug sein.
  3. Apoptose durch Stressoren (Typ II, stressinduzierte Apoptose). Stressoren können z.B. Glucose- oder Sauerstoffmangel sein. Diese Apoptose wird eingeleitet durch die Freisetzung von Adoptosis-Inducing Factor (AIF) aus den Mitochondrien.
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