Somatropin / Somatotropin

Somatropin, Somatotropin oder auch Somatotropes Hormon, sind Synonyme. Es kommt als Wachstumshormon im menschlichen und tierischen Organismus vor, und wird im Hypophysenvorderlappen im Gehirn gebildet.

Somatropin ist essentiell für ein normales Wachstum. Bei einer verminderten Produktion oder einem verminderten Ansprechen der Zellen kommt es zu Kleinwuchs. Bei einer Überproduktion resultiert ein Riesenwuchs (übermäßiges Wachstum der Akren wie Nase, Kinn, Finger, Schädelknochen und Weichteilen).

Somatropin wird angeregt durch Hypoglykämie (“Unterzucker”), Fasten, körperliche Aktivität, eiweißreiche Kost, Fieber und psychischen Stress [1].
Gehemmt wird es durch das Somatostatin (sozusagen dem Gegenspieler), das im Pankreas und Hypothalamus gebildet wird.

Somatropin wirkt v.a. an Muskeln, Leber und Knochen anabol (aufbauend), durch die vermehrte Aufnahme und Verwertung von Aminosäuren. Es erhöht den Blutzuckerspiegel, und wirkt lipolytisch, also fettabbauend.

Quellen:

[1] William F. Ganong: Lehrbuch der Medizinischen Physiologie: Die Physiologie des Menschen für Studierende der Medizin und Ärzte. Springer, Berlin/ Heidelberg 2013, ISBN 978-3-662-00627-6, S. 352

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