Lesenswert: “Cancer and the New Biology of Water”

Wassertropfen in Großaufnahme

„Why the war on cancer has failed and what that means for more effective prevention and treatment“

von Thomas Cowan, MD

Das Buch “Cancer and the New Biology of Water” von Dr. Thomas Cowan ist eines der besten Bücher, das ich bisher gelesen habe. Ich lege es jedem ans Herz, der des Englischen kundig ist und mit Krebserkrankungen zu tun hat. Und die Statistik besagt, dass zwischenzeitlich jeder Dritte daran erkrankt. (1). Das bedeutet, dass dieses Thema uns alle angeht, denn wenn wir nicht selbst betroffen sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass es jemanden in unserem direkten Umfeld sein wird.

Verständlicherweise empfindet man innere Widerstände, ein Buch über Krebs zu lesen, denn es dreht sich um ein Thema, das unmittelbar mit dem Tod in Verbindung gebracht wird, und allein die Diagnose Krebs lässt uns Menschen erzittern und ruft beängstigende Szenarien in unserem Kopf hervor. Nicht so dieses Buch!

Potenzielle Lösungen

Es ist hoffnungsvoll, um nicht zu sagen erhebend und beflügelnd, und gibt einen ganz anderen Blick auf potenzielle Lösungen für diese bedrohliche Zivilisationskrankheit, die immer mehr zunimmt. Zwar sagt Dr. Cowan ausdrücklich, dass er nicht die eine Lösung für Krebs hat (keiner hat die aktuell), aber er zeigt auf, welche hervorragenden Therapien und Ansätze es bereits gab und gibt, die ein ganz anderes Bild dieser Krankheit zeichnen, als wir es von der konventionellen Medizin her kennen.

Wegschneiden, wegbrennen, vergiften

Diese geht nach dem Prinzip Wegschneiden (OP), Wegbrennen (Bestrahlung) oder Vergiften (Chemotherapie) vor. Dabei wird der Erfolg v.a. an der Größe des jeweiligen Tumors gemessen, und in der Tat werden hier Verkleinerungen erreicht. Aber die Überlebensrate der Patienten wird dadurch in der Regel nicht verbessert (von der Lebensqualität nicht zu sprechen), und in den meisten Studien auch nicht gemessen. Die wissenschaftlichen Referenzen hierzu werden genannt (2) (siehe Beispiel unten). Erstaunlicherweise kommen wir trotz des Mangels an nennenswerten Fortschritten im Standard Therapieansatz über die letzten 50 Jahre, nicht auf die Idee, dass wir ein totes Pferd reiten.

Erkenntnisse und Therapien

Demgegenüber gibt uns Dr. Cowan Einblick in die unterschiedlichen Erkenntnisse darüber, was Krebs überhaupt ist, was Leben ausmacht, und in Therapien, die beeindruckende Ergebnisse vorzuweisen haben oder hatten, und auch die Heilung von Krebs beinhalten. Gleichzeitig gibt er Inspirationen, was in der Medizin möglich sein könnte, wenn nur ein geringer Teil der Milliarden, die jedes Jahr in die Erforschung der konventionellen Therapien fließen, stattdessen in alternative Therapieansätze investiert würden. Hier eröffnet sich eine potenzielle Richtung der Medizin, die dem Wohle der Patienten zugute käme, und eine Vision eines bisher unbekannten, vielversprechenden neuen Zeitalters der Medizin entwirft, die einem das Herz aufgehen lässt.

Dr. Cowan stellt in diesem Buch die richtigen Fragen, die wir alle stellen sollten, wenn wir nicht leichtgläubig einfach alles übernehmen, was vorgekaut wird, sondern im Sinne der Bestrebung zu lernen aufmerksam beobachten, selbst denken und hinterfragen möchten. Eine Kunst, die heute nicht sehr weit verbreitet ist, Dr. Cowan aber glücklicherweise beherrscht.

„Cancer and the new biology of water“

Das Buch zum Artikel

Quellen:

  1. Sylvie Beljanski, “Are we winning the war on cancer? The good news,” Newsweek, Feb. 25 2019, https://www.newsweek.com/are-we-winning-war-cancer-good-news-799096
  2. (Courtney Davis et al., „Availability of Evidence of Benefits on Overall Survival and Quality of Life of Cancer Drugs Approved by European Medicines Agency: Retrospective Cohort Study of Drug Approvals 2009-13,” British Medical Journal, no. 4530 (October 4,2017): 359, https://doi.org/10.1136/bmj.j4530
  3. Diese im British Medical Journal (BMJ) 2017 publizierte Studie, die die Überlebensrate und Lebensqualität von 48 in Europa (von der European Medicines Agency EMA) zwischen 2009 und 2013 ) zugelassenen Krebsmedikamenten untersuchte, besagt, dass die meisten eingeführten Medikamente keinen Nachweis oder Nutzen bez. der Überlebensrate oder Lebensqualität vorzuweisen hat. Selbst nach mindestens 3,3 Jahren nach Markteinführung gab es keine Evidenz, dass diese Medikamente für die meisten Krebsarten das Leben der Behandelten verlängerte oder verbesserte. Wenn es Verbesserungen gegenüber anderen Behandlungsprotokollen oder Placebo gab, waren sie allermeistens marginal.

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