Der Granatapfel – die Speise der Götter

Granatapfel

Einfach göttlich, was im Granatapfel alles drin steckt

Was der Granatapfel so alles kann, ist paradiesisch. Nicht nur seine Inhaltsstoffe, sondern auch deren Wirkung machen ihn fürwahr zur Speise der Götter.

Beere statt Apfel

Der leuchtend rote Granatapfel mit seinen vielen Kernen wird in der Überlieferung oft als Speise der Götter bezeichnet. Es wird vermutet, dass er ursprünglich aus Mittel- oder Südostasien stammt, und über den Nahen Osten in der Antike nach (Süd-) Europa gelangte.
Botanisch gesehen handelt es sich beim Granatapfel nicht um einen Apfel, sondern um eine Beere. Um an die Kerne heranzukommen, muss man den Granatapfel schälen. Nach meiner Erfahrung geht das am besten in einer Schüssel mit Wasser. Unter Wasser lässt sich der Granatapfel aufschneiden und auseinanderbrechen, ohne dass man dabei sich selbst und die halbe Küche verspritzt.

Paradiesische Inhaltsstoffe & medizinische Wirkung

Paradiesisch sind die Nährwerte des Granatapfels, denn er liefert viel Vitamin C, E und B6, sowie beträchtliche Mengen an Vitamin B1, B2 und B3. Auch Mineralstoffe wie Kalium, Kupfer und Eisen sind enthalten.
Noch beeindruckender sind seine sekundären Pflanzenstoffe – Polyphenole, Flavonoide, Anthocyane und Gallotannine – denn sie tragen zur Regulierung der Darmflora bei, wirken antiseptisch (töten Krankheitserreger ab), entzündungshemmend, antioxidativ, und können sogar krebsartige Veränderungen im Darm aufhalten. Darüber hinaus haben sie eine alkalisierende und blutreinigende Wirkung.

Barrierefunktion des Darms verbessert

In Granatäpfeln und Beeren steckt ein Stoff, der Beschwerden bei entzündlichen Darmerkrankungen lindern könnte. Allerdings muss er zuvor von Darmbakterien verstoffwechselt werden. Die Bakterien wandeln die in dem Obst enthaltenen Ellagsäure in Urolithin A um.

Forscher um Rajbir Singh (1) von der University of Louisville haben in Experimenten mit Mäusen herausgefunden, dass Urolithin A die schützende Barrierefunktion des Darms verbessert. Genauer gesagt des Darmepithels, d. h. der Zellschicht, die den gesamten Darm von innen auskleidet und als Barriere gegen Giftstoffe und Krankheitserreger fungiert. Bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wie z. B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist genau diese Barrierefunktion geschwächt, was zu Entzündungen führt. Und Urolithin A verbessert nicht nur die Barrierefunktion, sondern reduziert auch Entzündungsprozesse.

Für ihr Experiment mischten die Forscher sieben Tage lang darmkranken Labormäusen Urolithin A unters Futter. Tatsächlich gingen die Entzündungen im Darm der Tiere deutlich zurück: Entzündungsmarker im Blut nahmen ab und die Nager verloren weniger an Gewicht als darmkranke Artgenossen, die kein Urolithin A erhalten hatten.

Urolithin A kann auch vorbeugend wirken. Die Mäuse, die es erhielten, bevor die Erkrankung ausbrechen konnte, blieben gesund. Auch ein synthetisch hergestelltes Pendant des natürlichen Wirkstoffs (UAS03) hatte diesen Effekt.

Die Forscher können zwar noch nicht beweisen, dass Urolithin A auch Menschen helfen kann, gesund ist der Granatapfel aber in jedem Fall. Denn die vielen antioxidativ wirkenden Polyphenole fangen im Körper aggressive Sauerstoffmoleküle, sogenannte freie Radikale ab. Darüber hinaus unterstützt der Granatapfel die Vorbeugung vor Herzinfarkt, hilft bei Gicht, und steigert durch den hohen Gehalt an Kupfer die Aufnahme von Eisen. 

Die Haupterntezeit für Granatapfel ist von September bis Dezember. Er schmeckt frisch, als Saft oder Grenadine (Sirup). Mein Favorit sind Granatapfelkerne mit Blattsalaten und Schafskäse – vor allem im Winter schmeckt das wunderbar frisch. Wenn du es lieber süß magst, kann ich dir Chiapudding mit Kokosmilch, geschichtet mit Granatapfelkernen und Mandelblättchen empfehlen, die ich als Frühstück oder Snack liebe. Einfach paradiesisch!   

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Quellen:

  1. Rajbir Singh et al.: Enhancement of the gut barrier integrity by a microbial metabolite through the Nrf2 pathway, Nature Communications , Volume 10, Article number: 89 (2019)
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